1966 geboren in Berlin; seit 1983 erste fotografische Arbeiten (Mentor Arno Fischer); 1984-86 Abitur, Fotolaborantin, Kameraassistentin im DEFA-Studio für Dokumentarfilme (Berlin); 1986-87 Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig; 1987 Ausreise aus der DDR nach West-Berlin;  seit 1989 freiberufliche Fotografin u.a. in den Bereichen Theater, Musik, Film; 1998 Geburt der Tochter; 2004 Mitgründerin des Verlags edition.SABA; Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler (bbk berlin); lebt und arbeitet in Berlin 

Arbeiten befinden sich in der Fotografischen Sammlung der Stiftung Stadtmuseum Berlin,
in Privatbesitz und folgenden öffentlichen Archiven:
Ullstein Bild, bpk Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz  

„… Egal, ob Berlin, Paris oder Mailand: überall entdeckt Barbara Schnabel Zwischendinge, Zwischennutzungen und Zwischenfarben, so wie man in der Sprache von Zwischentönen spricht. Überall entdeckt sie etwas, das vielleicht mit ihrer oder überhaupt einer frühen, uns selbst oft fast unbewußten Sensibilisierung für solche Farben zu tun hat, und ihre Arbeit besteht in der Bergung dieser Erinnerung: wenn sie diese Bilder macht, und wenn wir sie betrachten… die Umkleidekabinen im alten Schwimmbad in Berlin-Mitte, eine Wand in der Pariser Métro... Und immer ist es die Perspektive von unten, im wörtlichen (und damit überraschenden) Sinn, es sind Landschaften auf den Böden der Städte. Und es sind Dinge, die wir im Alltag "wie nebenbei" aufnehmen, während unsere Konzentration auf etwas anderes gerichtet ist: die U-Bahn, die gleich kommt, die Gymnastikstunde, die gleich beginnt, den Einkauf, der ansteht. Barbara Schnabels Blick holt diese Dinge nach vorn, rückt sie ins Zentrum unserer Wahrnehmung - so wie Kinder an unserer Hand manchmal stehen bleiben und uns etwas zeigen, das sie schön finden: eine bunte Plastikschüssel, ein Stück aus dem Müll, Dinge, die wir gar nicht mehr in unserem Radius haben, und mit einem Sinn für Schönheit, der noch nicht in Schablonen gebracht worden ist, in einem spielerischen Zustand, der völlig zweckfrei staunt. Diese in einem sehr positiven Sinn kindliche Fähigkeit, die Blicke schweifen zu lassen, gehört zum künstlerischen Impuls, unsere Blicke von unseren Gewohnheiten wieder zubefreien.“  Tanja Langer, 2008

Tanja Langer ist Schriftstellerin und lebt in Berlin.   www.tanjalanger.de


Ausstellungen:  2010 SABA.galerie  (G)  2009 Lückenstücke - Palastkunst im Musterdorf  /  Mestlin, Mecklenburg-Vorpommern (G);  temporär / Galerie Mutter Fourage (E)  2008 reset - Momente eines selektiven Rückbaus und andere Sehenswürdigkeiten / AtelierRemisePappelallee, Berlin (E);paradise lost / SABA.galerie, Berlin (G) 

(G) Gruppenausstellung  (E) Einzelausstellung   





Bildnachweis / Impressum:

Alle Bilder  © Copyright by B Schnabel,  Göhrener Straße 7, D-10437 Berlin, Tel.: 0170. 811 6864

Porträtfoto/vita: ©  el.doelle       Veröffentlichung nur nach Absprache.